Rennbericht SPA ► Mai 2010
KNAF Meisterschaft
Bei strahlendem Wetter wurde am Samstag und Sonntag das dritte Rennen in der KNAF Meisterschaft ausgetragen.
Die vorhergehenden Rennen wurden souverän durch Fabian Mueller gewonnen, der wahrscheinlich eine Abkürzung gefunden hatte.
Während des Rennens wurde um die Platzierungen hart gekämpft, jedoch immer mit fairen Mitteln. Im ersten Rennen konnte Jurgen de Block den zweiten Platz noch mit allen Mitteln bis zum Ziel verteidigen. Dem Besucher und Gastfahrer aus Spanien, Juan Jose Gazapo, gelang es noch, trotz Druckverlust in einem Vorderreifen, den dritten Platz einzufahren.
Im Mittelfeld gab es unfreiwillige Ausrutscher. Nachdem im Kart von Jean-Patrick Demoutlez die Wasserpumpe explodiert war, konnten drei Fahrer ihr Kart auf der glatten Fahrbahn nicht mehr halten. Monsieur Demoutlez hätte sich dafür auch eine andere Stelle aussuchen können und nicht gerade diese – es passierte beim Anbremsen vor der schnellsten Kurve der Strecke und noch dazu bei Höchstgeschwindigkeit. Hierfür wurde er dann auch gerecht bestraft, denn nach zwei weiteren Runden hatte sein Motor den Umbau auf Luftkühlung doch nicht vertragen und es ereilte ihn der Hitzetod.
Fabian Mueller
Dies ist übrigens der erste Motor, der in diesen zwei Jahren in denen die Serie ausgetragen wird, dass Zeitliche gesegnet hat. Im zweiten Rennen wurde immer noch nicht die Abkürzung von Fabian Mueller gefunden, wodurch die Nachfolgenden sich ohne Fabian Mueller unterhalten mussten und sich hinter ihm einen erbitterten Kampf lieferten.
Jurgen de Block übte sich als eine Art fahrende Schikane, an der bis in Runde 8 nicht vorbeizukommen war – nicht einmal übers Gras. Robert de Boer ließ dann Juan Jose Gazapo passieren, wahrscheinlich in der Hoffnung, dass dieser einen Weg vorbei an Jurgen de Block finden würde, und tatsächlich, er fand einen. Hart ging es her, Jurgen de Block kam aus dem Rhythmus, was besonders deutlich wurde als dann auch noch Robert de Boer an ihm vorbei zog. Bjorn Bourgonjon war dahingehend chancenlos, denn er hatte seine Reifen bereits in den ersten 10 Runden überstrapaziert und konnte daher nicht mehr angreifen.
Juan Jose Gazapo
Nach diversen Positionswechseln zwischen Gazapo und de Boer, immer auf der langen Geraden in der Bremszone, wurde deutlich, wie schön ein fairer Kampf mit gleich starken Motoren sein kann. Ein Vorbeikommen war nur möglich, indem man sich im Windschatten an den Vordermann ansaugte. Dass am Ende Juan Jose Gazapo den zweiten Platz belegte und auch noch in der letzten Runde alle Angriffe von Robert de Boer abwehren konnte, war für sich allein schon das Zuschauen wert.
Für Karl Manfred Krathy, wurden die Platzierungen immer besser, denn durchkommen ist die halbe Miete. Er ist ein Fahrer, der nie aus der Ruhe zu bringen ist. Während alle anderen Teilnehmer mit laufendem Motor am Start standen, musste er noch seinen Auspuff besser befestigen, weswegen sein Mechaniker schon fast einen Herzinfarkt bekam.
Dass die Rennen immer professioneller werden, sieht man auch daran, dass auf der Waage diverse Mindestgesamtgewichte nur um 100 Gramm und eines sogar nur um 30 Gramm überschritten wurde.
Nach dem Rennen gab es nur noch lachende Gesichter und es wurde nur darüber diskutiert, wer an seinem Kart die meisten Kampfspuren aufweisen konnte und von wem sie stammten. Dies wurde am Grill und bei einer Flasche “Wasser” gemütlich weiter verfolgt bis hin zur Siegerehrung, bei der sich Juan Jose Gazapo schon für nächstes Jahr wieder angemeldet hat. Dann wird er jedoch nicht allein kommen, sondern mit einem weiteren Wankelfreund.
Dass die Serie immer besser wird, sieht man nicht nur an der Teilnehmerzahl aus sechs verschiedenen Ländern, sondern auch daran, dass zwischen den Rennen immer gute Stimmung herrschte, denn neben dem Sport wird natürlich die Geselligkeit groß geschrieben.
Im nächsten Jahr werden auch die Fahrer der Englischen Aixro Kart Serie mit am Start sein, wodurch die „AixroFamilie” immer größer wird.
Rennergebnisse

